la Résurrection (le premier coup)

„… und wann beginnst du dich vorzubereiten?“

das ist meine Lieblingsfrage beim casual small talk, nachdem man irgendwie in das Thema Sporteln gestolpert ist. Dann ist man nämlich über die erste Hürde* und die weiteren möglichen (vgl. „Mr. Wildflower“ Jesse Thomas) hinweg und kann das Gespräch langsam wieder wegbiegen vom TriSpeak.
Meine Standard-Antwort hier ist „Kommt drauf an. Normalerweise ist es wie ein Baby machen – so neun Monate. D-Day ist [hier Monat eines Multisport-Monuments nach Mics Wahl einfügen] also XYZ“.
So startete 2014 z.B. Mitte August 2013 (Ja nee is klar: Lanzarote, weisse Bescheid…), normalerweise ist die Action gegen Juli – wie auch 2015 beim best old Race – also ging die Reise am 20. Oktober 2014 los.

Ja, das bedeutet dass Borås nicht mein Hauptziel 2015 ist. Wie bei meinem Partner – dem Liebligs-Laufwunder Arthur – ja auch nicht: der joggt 2 Wochen danach um einen Berg rum.
Soweit lief der Start ganz gut inkl. #SpeckWegEndpurt2015 und das Jahr 2015 begann mit der optimalen Zielvorgabe:

Eine Woche Beine hochlegen und dann gaaanz langsam wieder los.

Ergibt: zwei Tage Nichtstun – einmal bisschen Schwimmen – zwei Tage Nichtstun – einmal bisschen Radeln – ein Tag Nichtstun – bisschen Laufen – STOP!

Achillessehnenansatz links. Nicht dramatisch aber genug um prophylaktisch zwei Wochen nicht zu Laufen. Radeln und Schwimmen geht, also zwei Wochen fröhlich vor mich hingeübt.

Zu Blöd zum Boarden

Hurra, mit den Jungs in den Schnee für vier Tage. Pick-Up morgens um acht am Flughafen Stuttgart, ab ins Steibis, 13:00 Uhr auf der Piste einschwingen.snow

Was ist „positive reframing“? Festzustellen, dass man 26 Jahre Snowboarden ohne grobe Verletzungen hinter sich gebracht hat *Lach*.
Trotz eher riskantem Boarding-Motto „Speed is Sex. Airtime is Love“.
… ich scheine bei jedem Sport eher nicht so auf der Speed-Seite zu sein…

Erwischen tut es einen dann mit knapp 5 km/h auf flacher Piste bei Sonnenschein – ein kreuzender Skifahrer reicht völlig.

Natürlich hat das wieder keiner gefilmt – Freund JJ stand in der ersten Reihe und laut Bericht stelle man sich einen Stabhochspringer vor, nur mit nem Board und gelandet mit allem Schwung auf dem Brustkorb.

Eine Rippenprellung kann sich ja jeder vorstellen – wenn man schon eine hatte. Grooosses Aua.

Genesungszeit 2-4 Wochen, erster Schritt: Atmen. Atmen ist gut.
Und ich bin gottfroh dass ich so eine große Lunge habe und damit alles über Bauchatmung machen konnte und keinen Atemmangel hatte.
Endlich mal ein Punkt, an dem sich das ganze Ausdauertrining in der Jugend gelohnt hat!

Nach einer guten Woche hab ich zwei kleine Einheiten Rad auf der Rolle geschafft – da ist ja alles fix und man kann knapp am Schmerz vorbei trainieren.
Und die Hoffnung stirbt zuletzt – und das tat sie dann auch – und ich hab ein DNS** beim Dirty Race in Murr an der Murr hingelegt ;-(… schade, das hätte nen schönen Blogbeitrag gegeben, hier Archivbild aus 2012:

Murr2012

Zumindest ging es mir nach dem Crash von Tag zu Tag besser. Irgendwann konnte ich morgens schon unter einer Minute aus dem Bett kommen! Und täglich hab ich mir bei den jeweils aktuellen Schmerzen gedacht wie ich den Vortag überstanden habe.

Needless to say: am selben Wochendende hat sich die Family durch-erkältet und am Montag gings auf Geschäftsreise. Schon wieder positiv: das war bei mir mehr ein Erkältung-chen – Gott sei’s gedankt, denn logischerweise ist HUSTEN der worst case.

Zwischenstand: 13 Stunden Sport im Januar = ca. die Hälfte der SpeckWegEndSpurt – Woche *Schluck*

Positiv bleiben: für den Paris Trip hab ich mal das ganze Arsenal eingepackt für Swim & Run. Das sind zwei Sportarten, die mit Rippenprellung gar nicht gehen da ja die Mitte des Körpers „blockiert“ ist. Und benötigt werden für den Borås SwimRun (da war doch was…).

On verra…

Ein Tag Masterclass „Understanding the premise for the future of work“ mit ein paar Enterprise 2.0-Koriphäen (Dion Hinchcliffe, Larry Everson & Rawn Shah) hinter mir und – da ich ja direkt an so ner Art fehlkonstruiertem Strommast wohne, der ständig von Asiaten belagert wird – auf die Piste… Touris aufscheuchen (OK, bei den 3 „Je Suis UZI“ Militärs unterm Turm hab ich dann easy gemacht)

Boah. Stolze 20 Minuten hab ich geschafft. Ich Tier ;-/… Hat sich ziemlich falsch ( = erkältet) angefühlt. Bauchmuskulatur ist doof, aber auch nicht verschlechtert.
Früher, ja früher hab ich mehr Energie bei diesen Konferenztagen verbraucht, heute gehts so. Zum Glück, dann bleibt noch Luft (haha) für Anderes.

Aux Armes!

piscine

Bis an die Zähne bewaffnet (Badehose & Mütze) dann am nächsten Tag „pour la natation a la piscine“.

Cool, hier bei den Erfindern des Triathlons (Ja-haa, das waren nämlich gar nicht die Amis!) mal in ein Erwachsenen-Bad (50 Meter Bahn) zu gehen! Alter hab ich Bock!!
Was dann kam sei unter dem Mantel des Schweigens verborgen. Es wir berichtet von plötzlich auftauchendem Treibholz im „Piscine Keller“ … die längsten 600 Meter ever, dann Abbruch #BauchMuskelAuaIstEInArschloch.
Alter bin ich angepisst!

Bin dann spazieren gegangen immer der Nase nach, heim finde ich ja automatisch denn a) bin ich ja eh der „Navigation God“ und b) dreht sich ja das Leuchtfeuer auf dem Eiffelturm für mich 😉

Konterattacke

Gut, dann eben nicht.
Am dritten Abend Mitbringsel für meine Mädels besorgen und auf zum Clubbing.
Ich werd mal in meiner Pariser Lieblings-Lesbenbar anfangen und mich dann treiben lassen. On y va!

Next…

zumindest der Turbo*** daheim bleibt mir #StayPositive – uuuund:

„Das Leben ist kein …“

pony


* „Was, Triathlon? Ironman?!? 180 km an einem Tag radeln? Und am nächsten Tag noch Joggen gehen??“ (Hinweis: nein, am nächsten Tag geht man nicht joggen.)

** DNS: Did Not Start

*** Turbo = Turbo Trainer = Fahrrad Ergometer zuhause

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Ein Gedanke zu “la Résurrection (le premier coup)

  1. Pingback: Herein, wenn’s ein Schneider ist! | the road to Borås

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